Esoterismo

Karma

Das Karma (Sanskrit कर्म, „Handlung") ist das spirituelle Gesetz von Ursache und Wirkung. Jede bewusste Handlung hinterlässt eine energetische Spur, die früher oder später ins Leben des Handelnden zurückkehrt — in diesem oder einem zukünftigen Leben.

Ursprung

Karma ist eines der Kernkonzepte des Hinduismus, Buddhismus, Jainismus und Sikhismus. Die Idee taucht erstmals in den Upanishaden auf und wird in der Bhagavad Gita systematisch entfaltet: Krishna lehrt Arjuna, dass nicht das Tun selbst, sondern die Anhaftung an die Frucht der Handlung Karma erzeugt.

Im westlichen Sprachgebrauch wurde der Begriff Ende des 19. Jahrhunderts durch die theosophische Bewegung populär. Heute hat er sich auch außerhalb spiritueller Kreise als Synonym für „was du gibst, kommt zurück" etabliert.

Drei Arten von Karma

Die hinduistische Tradition unterscheidet drei Schichten: Sanchita Karma ist die Gesamtheit aller noch nicht erlebten Folgen vergangener Handlungen — ein Speicher, der mehrere Inkarnationen überspannt.

Prarabdha Karma ist der Teil davon, der in diesem Leben aktiv wird: jene Bedingungen, mit denen wir geboren werden und denen wir uns nicht entziehen können.

Kriyamana Karma ist das Karma, das wir in jedem Moment durch unsere gegenwärtigen Entscheidungen erzeugen. Es ist der einzige Teil, über den wir aktiv Kontrolle haben.

Karma im Alltag

Karma zu „berechnen" ist nicht möglich — es ist kein Strafsystem, sondern ein Naturgesetz wie die Schwerkraft. Im Tarot zeigen sich karmische Themen häufig in Karten wie Der Gehängte, Das Gericht oder Die Gerechtigkeit.

Die karmische Numerologie identifiziert wiederkehrende Muster anhand bestimmter Zahlen im Geburtsdatum. In der westlichen Astrologie weist das Mondknotenpaar auf karmische Aufgaben hin.

Conosciuto anche come

  • Tatfolge
  • spirituelles Gesetz von Ursache und Wirkung
  • Schicksalsgesetz

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